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Ein erster Blick auf WordPress for iPhone 1.2 Beta

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Update vom 20. März 2009: Die Version 1.2 ist mittlerweile zu haben, und wegen eines kleineren Bugs (beim Hinzufügen von Fotos im Landscape-Modus) soll auch bereits ein Update auf die Version 1.2.1 unterwegs sein.

Eben eine E-Mail bekommen, das ich in die geschlossene Betaphase der kommenden Version 1.2 der WordPress-App for iPhone (und iPod touch) aufgenommen wurde. Yeehaa:-) Also schnell die App installiert und auf ans Testen.

Eines vorweg: Bloggen über das iPhone wird auch mit der neuen Version der App nur eine Notlösung bleiben können – gerade im Umgang mit Photos fehlen einfach Features wie Copy&Paste des HTML-Codes, Einfügen als Thumbnail oder auch Support für Lighbox-Tags u.ä. Großes Manko auch (zumindest aus meiner Sicht): Bilder können erst dann im Beitrag bearbeitet werden, nachdem der gesamte Artikel auf den Server übertragen wurde. In den Local Drafts werden Bilder nämlich automatisch von der App an das Ende des Postings geklatscht. Das ist doof, zeitraubend und umständlich. Vielleicht kommt das ja eines Tages mit einer anderen Version, die besser auf die Arbeit mit mobilen Mini-Geräten ausgelegt ist.

Was sich auf den ersten Blick sagen lässt

Das Einrichten der App klappt soweit gewohnt einfach – Zugansdaten eintragen und fertig. Anschließend braucht man nur das gewünschte Blog auswählen und bekommt übersichtlich Post, Pages und Comments serviert. Wie gewohnt noch alles in englischer Sprache. Kommentare können als Spam markiert, gelöscht oder einfach offline genommen werden. Avatare werden (noch) nicht angezeigt, aber immerhin die jeweils hinterlegte E-Mailadresse. Nicht glamurös, aber in jedem Fall ausreichend. Unter Pages können – man ahnt es bereits – neue Seiten angelegt und alte editiert werden. Das wichtigste ist aber der Punkt Posts. Hier geht es ans Bloggen.

Bevor es losgeht, werden hier die Zugangsdaten hinterlegtDer Blog ist angelegt. Dann kann es ja losgehen ...

Übersichtlich: Beiträge, Seiten und Kommentare

Auch neu: Kommentare können bequem bearbeitet werden

Übersichtlich: Die Eingabemaske. Scrollen klappt bei langen Beiträgen noch nicht zuverlässig.

Zum positionieren von Fotos wünscht man sich mind. Copy&Paste

Der Wechsel ins Querformat wird zuverlässig erkannt

Tippen im Querformat: Endlich auch mit Wurstfingern möglich

Ein Bug: Scrollbalken beim Querformat mitten im Bild

Ein Bug: Fotoansicht passt sich nicht ans Querformat an

Im Hochformat klappt die Bildauswahl besser

Bugs und Features

Das praktischste Feature ist sicher der neue Landscape Mode: Endlich kann auch im Querformat gebloggt werden, das bedeutet vor allem, dass auch die weitere Tastatur zur Verfügung steht – Wurstfinger und Patschehändchen dürfen sich freuen. Im Moment ist das ganze leider noch etwas verbuggt, aber dafür ist der Betatest ja schließlich da. Hier eine kurze Liste der Bugs, die mir spontan untergekommen sind (und die auch brav in den Bugtracker ergänzt werden, sobald mein neues Passwort eingerichtet ist *vergessen*):

  • Wenn ein längerer Artikel editiert werden soll, kann man nicht immer an das Ende des Textes scrollen. Und damit darf man seinen Beitrag noch einmal neu tippen.
  • Die Photoauswahl nutzt den Landscape Mode nicht richtig. Zwar dreht sich alles fleißig mit, das war es aber auch schon. Das Display wird im Querformat nicht ausgenutzt. Damit ist hier das klassische Hochformat deutlich übersichtlicher.

Und hier ein paar Dinge, die einfach nur stören:

  • Copy&Paste? Wo bleibt das Copy&Paste?
  • Wann lassen sich Spezialfelder editieren? Oder zumindest in der Konfiguration festlegen?
  • Warum muss man auf dem Minibildschirm noch immer im HTML-Modus arbeiten? Oder generell gefragt: Weshalb setzt man das bekannte WordPress-Konzept einfach für das iPhone um, anstatt ein ganz eigenes und eben speziell auf das iPhone abgestimmte Version zu basteln? Da hätte ich mir mehr Fantasie und Mut erwünscht. Stichpunkt: Drag&Drop für Fotos, Stil-Tags (kursiv, fett usw.) und automatisches Erkennen von Links.
  • Um Fotos effizient bearbeiten zu können, muss der Beitrag immer erst auf dem Server gespeichert werden. Unter den Local Drafts werden Fotos automatisch und grundsätzlich an das Ende eines Artikels geklatscht.

Fazit

Ein paar Bugs müssen ganz klar noch beseitigt werden (hier übrigens der aktuelle Stand im Bugtracker). Dann aber eignet sich die App – zumindest für reine Textbeiträge – dank des neuen Landscape Mode allemal für einen schnellen Beitrag von Unterwegs aus. Auch das neue Feature zum Bearbeiten von Kommentare (Frei-/Offlineschalte, als Spam markieren) ist für kommentarlastige Blogs interessant. Wer Fotos posten will, sollte sein Blog entsprechend vorbereiten, um sich unnötige Tipparbeit zu sparen. Lightbox oder Gallerien sollten sich automatisch auf die zu veröffentlichten Bilder anwenden. Grundsätzlich, wie oben schon erwähnt, frage ich mich aber noch immer, weshalb man ein für den Desktop entworfenes Bedienkonzept unbedingt versucht, auf so ein kleines Gerät zu übertragen? Klar, ich verstehe die Puristen, aber wenn schon Old-School, dann auch weiterhin an der Serverkonsole zu Hause. Das hier ist ein iPhone/iPod touch. Das Display ist begrentzt, es gibt nur einen Touchscreen und da muss man einfach etwas anders ansetzen.

4 Kommentare to "Ein erster Blick auf WordPress for iPhone 1.2 Beta"

  1. Screenshots auf dem iPhone machen | robsblog.de Februar 21st, 2009 01:48 am Antworten

    [...] meinen WordPress-App-Test hab ich mich gefragt, wie ich vernünftige Screenshots bekommen kann – abfotografieren war nicht so [...]

  2. hype.yeebase.com Februar 22nd, 2009 16:50 pm Antworten

    Ein erster Blick auf WordPress for iPhone 1.2 Beta | robsblog.de…

    Robert wirft einen ersten Blick auf die kommende Version 1.2 von WordPress-App for iPhone. Dabei gibt es noch Bugs aber natürlich auch die neuen Features wie Kommentar-Moderation oder das Bloggen per Landscape-Modus zu entdecken….

  3. Thorsten Februar 25th, 2009 10:35 am Antworten

    Hi Robert,
    freue mich dass Du die App testest. Hast du die gesammelten Informationen bereits auf https://iphone.trac.wordpress.org/newticket melden koennen oder fehlt dir noch immer das Passwort? Abgesehen von reinen Bugs kannst du dort auch deine Verbesserungsvorschlaege einbringen. Gerade in Sachen Usability ist jedes Feedback wichtig und du scheinst einige klare Ideen zu haben.

    -Thorsten

  4. Robert Februar 25th, 2009 11:49 am Antworten

    Hi Thorsten,
    ja, Zugang zum Ticketsystem habe ich mittlerweile und die Auffälligkeiten sind auch schon gemeldet. Für die Usability überlege ich mir auch bereits einen Vorschlag, aber das möchte ich noch ein wenig ausarbeiten, bevor ich da die Pferde scheu mache. Kommt aber noch:-)

    In jedem Fall ist es schön zu sehen, dass die Entwicklung an der App vorangeht. Gerade die Möglichkeit, einen Blog auch von Unterwegs aus zu nutzen, ist eine richtig gute Sache.

    Schöne Grüße
    - Robert

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