Internet Explorer 6, das Web und mein Senf dazu
Aktuell kocht ja die Diskussion um den Internet Explorer 6 und die Frage, ob man den guten Jungen noch weiter unterstützen soll oder nicht, wieder hoch. Über hype.yeebase bin ich über einen Beitrag von Jens Grochtdreis gestolpert (Den Teufelskreis brechen), den ich denn auch gleich kommentieren musste. Da der Kommentar länger ausgefallen ist, sollte er auch den Weg in mein Blog finden. Hier mein Senf:
Was mich mal interessieren würde… ich lese immer (und – zugegeben – sehe es auch an unseren eigenen Webstatistiken) dass ja so viele User den IE6 noch benutzen. Ich frage mich, was sind das eigentlich für User? Veteranen, die sich nicht von einem alten Computer trennen können? Oder überwiegend Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz mit dem IE6 unterwegs sind und von ihrem Arbeitgeber kein anderes Werkzeug bekommen?
Falls es letzteres ist – dann müssen eigentlich nur die Leute den IE6 weiter unterstützen, die aus beruflichen Gründen darauf angewiesen sind, dass ihre Seiten vom IE6 ordentlich dargestellt werden. Macht das wirklich so viele Webseiten aus?
Nein, die Frage soll nicht provokant gemeint sein – Ich frage mich nur, was sich eigentlich hinter einem IE6-Nutzer verbirgt. Wenn ein Mitarbeiter in seiner Mittagspause meine Website nicht richtig dargestellt bekommt, ist das zwar schade, aber prinzipiell sollte er die Seite dann vielleicht besser von zu Hause aus aufrufen. Ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter darauf angewiesen sind, das Web in seiner “vollen Pracht” genießen zu müssen (Webdesigner, Onlineredakteure, was auch immer) wird ja wohl kaum noch den IE6 einsetzen. Außer vielleicht zum Testen.
Noch ein anderes Thema; ich zitiere kurz einen Vorgängerkommentar:
“Wir als Webworker sollten aufhören von uns auf alle anderen zu schließen und zu meinen alle hätten einen topmodernen Rechner mit entsprechender Software zur verfügung.”
So wie ich das Internet kennengelernt habe, hat man meistens versucht, möglichst nah am letzten Stand der Dinge zu sein. Und wer argumentiert wie im Zitat, dessen Seiten lassen sich dann ja auch hoffentlich innerhalb von wenigen Sekunden mit einem 56- oder auch nur 33k-Modem aufrufen, gelle? ;-) In Zeiten, in denen die meisten Webseiten 500+ KB auf die Waage bringen, darf ich mal annehmen, dass die meisten Webseitenbetreiber sich von dieser Utopie bereits verabschiedet haben. Warum dann nicht auch konsequent sein?